Schloss Lembeck präsentiert Rückblicke auf kulturelle Wurzeln

Europa und Asien – chinesisches und japanisches Porzellan im Schloss Lembeck
Vortrag von Marika Schäfer

Exportgüter aus China für Europa – ein heutiges Thema, das schon vor 300 Jahren aktuell war. Feinstes Porzellan im Imari- und Kakiemon-Stil kam über den Seeweg nach Europa und ins Schloss Lembeck. Bevor die hiesigen Manufakturen zum Beispiel in Meißen chinesisches Porzellan imitierten, kam das „weiße Gold“, verziert mit polychromer Malerei in die Adelshäuser in Deutschland. Große und kleine Teller, Vasen und ein ganzes Tischservice schmücken heute noch Vitri­nen und den „Prahlhans“ in den prächtigen Räumen im Schloss. Die traditionellen Dekorationen aus Asien, die das barocke Leben in Westfalen bereicherten, werden erklärt.

So., 12. September 2010, 16 Uhr,
Schloss Lembeck, Schlaun‘scher Saal

Drei Brüder, dreier Herren Diener.
Vortrag von Dr. Werner Frese

Kämpfen, ausharren oder anpassen?, fragten sich drei Brüder von Merveldt aus dem Hause Lembeck in der Umbruchzeit nach der Französischen Revolution im 18. Jahrhundert. ­August Ferdinand, im Fürstbistum Münster noch Träger hoher Ämter, entwickelte sich zu ­einer geachteten Integrationsfigur des westfälischen Adels im neuen Staat Preußen. Maximilian bekriegte als General der ­österreichischen Kavallerie Napoleon und wurde schließlich Botschafter des Wiener Hofs in London. Paul Burkhard verlor mit der Säkularisation seine Domherrenstelle, vollzog eine radikale Kehrtwende und machte Karriere im französischen Königreich Westfalen.

Fr., 1. Oktober 2010, 20 Uhr,
Schloss Lembeck, Schlaun‘scher Saal